Fachtag „Stärke statt Macht“ – Autorität und professionelle Präsenz, 5.10.2020, Gera

Die „Neue Autorität“ basiert auf Ideen der Bindungstheorie und des gewaltlosen Widerstandes nach Mahatma Gandhi. Der israelische Psychologe Haim Omer stellt in diesem systemischen Ansatz die erwachsenen Bezugspersonen und die Bedeutung ihrer eigenen Präsenz in den Mittelpunkt. Dabei geht es ihm neben der (Wieder-)Herstellung einer vertrauensvollen Beziehung auch konkret um die nachträgliche, d.h. im Nachgang eines aggressiven Ausbruchs erfolgende Erarbeitung neuer Handlungsoptionen für das und mit dem Kind bzw. dem Jugendlichen, gleichermaßen respektvoll und beharrlich mit ihm ihn Interaktion stehend. Das Konzept zielt auf Selbstkontrolle der Heranwachsenden sowie transparentes Handeln Kinder, Jugendlichen und Eltern gegenüber. Es geht nicht darum, Kinder in ihrem Verhalten kontrollieren oder verändern zu wollen. Stattdessen wird die eigene Präsenz und Handlungsfähigkeit der Pädagog*innen und Eltern in den Mittelpunkt gestellt. Welche Werte sind uns in unserer Einrichtung wichtig? Was möchten wir vermitteln, wie mit uns selbst und miteinander umgehen? Wie können wir vertrauensvolle Beziehungen (wieder-) herstellen und beharrlich Grenzen setzen? Welches Verhalten dulden wir, welches nicht? Und wie können wir uns in kritischen Situationen gegenseitig unterstützen und deeskalierend handeln?

In einem Mix aus Theorie und Praxis werden wir uns anhand dieser Fragen mit der Haltung und den Methoden der „Neuen Autorität“ befassen. So verstanden und gelebt, leistet das Konzept in Institutionen einen wertebasierten Beitrag zur Entwicklung eines achtsamen Umgangs miteinander. Fallbeispiele aus der Praxis weisen den Weg zur möglichen Nutzung des Konzepts in der praktischen Arbeit

Weitere Informationen zum Ablauf und zur Buchung erhaltet ihr hier beim Institut 3L der TSA Bildung und Soziales.

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